Die wichtigsten Zahlen
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Engpassberufe | 157 (2024: 163, 2023: 183) | Fachkräfteengpassanalyse 2025, Bundesagentur für Arbeit |
| Rechnerisch nicht besetzbare Stellen 2025 | 369.516, 24,1 % weniger als 2024 | KOFA Kompakt 3/2026, Institut der deutschen Wirtschaft |
| Betriebe, die Stellen nicht besetzen können | 36 % von fast 22.000 befragten | DIHK-Fachkräftereport 2025/2026 |
| Durchschnittliche Vakanzzeit 2024 | 160 Tage, im Handwerk 224 Tage | Statistik der Bundesagentur für Arbeit |
| Gesuchte Qualifikation bei Betrieben mit Problemen | duale Berufsausbildung: 57 % | DIHK-Fachkräftereport 2025/2026 |
Wo die Engpässe liegen
Die Bundesagentur nennt Pflegeberufe, medizinische Berufe sowie Bau- und Handwerksberufe als Schwerpunkte. Stark gesucht sind außerdem Köchinnen und Köche, Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer sowie Erzieherinnen und Erzieher. Neu dazugekommen sind Vermessungstechnik und Sozialarbeit.
Der DIHK hat fast 22.000 Unternehmen gefragt, ob sie offene Stellen besetzen können. Der Anteil mit Problemen nach Branchen:
| Branche | Anteil mit Besetzungsproblemen |
|---|---|
| Gesundheits- und Sozialdienste | 61 % |
| Tiefbau | 62 % |
| Hochbau | 56 % |
| Bauwirtschaft gesamt | 49 % |
| Kfz-Handel und -Reparatur | 45 % |
| Gastgewerbe | 40 % |
| Handel gesamt | 32 % |
Bei Betrieben mit 20 bis 199 Beschäftigten sind es 44 %, bei kleinen mit weniger als zehn Beschäftigten 25 %. Kleine Betriebe stellen seltener ein, merken eine fehlende Person aber sofort im ganzen Ablauf.
Was die Betriebe erwarten
83 % der Unternehmen rechnen in den kommenden Jahren mit negativen Folgen des Arbeits- und Fachkräftemangels. Am häufigsten nennen sie steigende Arbeitskosten (63 %), Mehrbelastung der Belegschaft (55 %) und Einschränkungen beim Angebot (36 %). Wie viel das in Ihrem Betrieb ausmacht, zeigt der Rechner zur offenen Stelle.
Was kleine Betriebe daraus machen können
Große Unternehmen gleichen den Mangel mit Personalabteilungen, Werbebudgets und Arbeitgebermarken aus. Kleine Betriebe gewinnen auf anderen Wegen:
- Schneller sein. Wer innerhalb von zwei Tagen anruft und innerhalb einer Woche zusagt, schlägt viele große Arbeitgeber, deren Verfahren Wochen dauern.
- Konkret sein. Gehalt, Arbeitszeiten, Einsatzgebiet und Feierabend gehören in die Anzeige. Die Bewerber in Engpassberufen können wählen und lesen Anzeigen ohne diese Angaben oft gar nicht erst zu Ende.
- Überall kostenlos präsent sein. Jobbörse der Arbeitsagentur, Indeed mit bis zu drei kostenlosen Anzeigen im Monat, Google for Jobs über die eigene Karriereseite, dazu Aushang und Status im eigenen Umfeld. Wie das geht, steht unter Stellenanzeige kostenlos schalten.
- Das eigene Team fragen. Empfehlungen bringen Leute, die auf Anzeigen nicht reagieren. Regeln und Prämie unter Mitarbeiter werben Mitarbeiter.
- Ausbilden. Bei Engpässen in Berufen mit dualer Ausbildung ist der eigene Nachwuchs der verlässlichste Weg. Mehr unter Azubis finden.
Die Anzeige ist der erste Schritt
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Stand der Zahlen: 03.10.2026. Wir aktualisieren sie, wenn die Bundesagentur, das KOFA oder der DIHK neue Auswertungen veröffentlichen.
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Häufige Fragen
Wie viele Engpassberufe gibt es?
In der Fachkräfteengpassanalyse 2025 nennt die Bundesagentur für Arbeit 157 Engpassberufe. 2024 waren es 163, 2023 noch 183. Weitere 161 Berufe stehen unter Beobachtung.
Wird der Fachkräftemangel kleiner?
Die rechnerische Lücke ist 2025 das dritte Jahr in Folge gesunken, um 24,1 % auf 369.516 Stellen (KOFA). Grund ist vor allem die schwache Konjunktur. In Pflege, Therapie und Teilen des Baus sind die Engpässe gestiegen.
Welche Betriebe sind am meisten betroffen?
Laut DIHK-Fachkräftereport 2025/2026 Gesundheits- und Sozialdienste (61 % mit Besetzungsproblemen), die Bauwirtschaft (49 %) und der Kfz-Handel mit Werkstätten (45 %). Am häufigsten fehlen Leute mit dualer Berufsausbildung.