Das Muster
Der Aufbau
- Kopf: Betrieb, Ort, Stellentitel mit (m/w/d), Arbeitszeit und Gehalt. Das sieht ein Bewerber auf dem Handy zuerst.
- Eckdaten: Arbeitsort und Einsatzgebiet, Beginn, Arbeitszeit, Befristung, Gehalt.
- Ein paar Sätze zum Betrieb: was er macht und warum gesucht wird. Nur aus den Angaben des Betriebs.
- Aufgaben, Anforderungen, „schön, aber kein Muss“: kurz und konkret, Muss und Kann getrennt.
- Was wir bieten: nur, was angekreuzt oder eingetragen wurde.
- Bewerbung: WhatsApp, Telefon oder E-Mail, ein Lebenslauf reicht, dazu ein QR-Code.
Zur Anzeige gehören eine Word-Fassung, eine Karriereseite mit Google-for-Jobs-Daten, Kopiertexte und das AGG-Prüfprotokoll.
Warum der Kopf so voll ist
Die meisten Bewerber sehen eine Anzeige zuerst auf dem Handy, oft in einer Liste neben zwanzig anderen. Was sie in den ersten Zeilen nicht finden, suchen sie selten weiter unten. Deshalb stehen Stundenlohn oder Monatsgehalt, Ort und Arbeitszeit ganz oben, noch vor dem Text über den Betrieb. Im Muster steht dort eine Gehaltsspanne. Wie Sie eine Spanne festlegen, ohne sich festzunageln, steht im Ratgeber Gehalt in der Stellenanzeige.
Was im Muster absichtlich fehlt
Kein Anschreiben. Ein Geselle, der gerade auf einer Baustelle steht, schreibt keinen Brief, er schickt eine Nachricht. Wer ein Anschreiben verlangt, verliert genau diese Leute.
Keine Floskeln wie „flache Hierarchien“, „spannende Aufgaben“ oder „attraktive Vergütung“. Die stehen in so vielen Anzeigen, dass sie keiner mehr liest. Besser wirken Dinge, die man nachprüfen kann, zum Beispiel ein eigener Wagen mit Werkzeug, Feierabend um 16 Uhr oder Notdienst nur alle sechs Wochen. Solche Angaben übernimmt die Anzeige aus Ihrem Formular.
Kein Alter, kein „junges Team“, keine „Muttersprache“. Nach § 11 AGG darf eine Stellenausschreibung niemanden wegen der in § 1 AGG genannten Merkmale benachteiligen. Solche Wörter fallen deshalb schon bei der Erstellung heraus und tauchen im Prüfprotokoll auf. Ihren eigenen alten Text können Sie mit dem kostenlosen AGG-Check ansehen.
Fehler beim Abschreiben fremder Muster
Viele Betriebe nehmen die Anzeige eines großen Unternehmens und tauschen den Namen aus. Dabei bleiben oft Leistungen stehen, die es im eigenen Betrieb gar nicht gibt, etwa ein Firmenfitness-Programm oder Homeoffice für einen Monteur. Bewerber merken das spätestens im Gespräch. Ein zweiter Fehler: Der Titel heißt „(m/w/d)“, im Text steht dann aber „der ideale Kandidat“ oder „unser neuer Kollege“. Die Anzeige spricht Bewerber deshalb direkt an, mit „Sie“ oder „du“. Dann braucht der Text kaum Berufsbezeichnungen in männlicher Form.
Andere Berufe
Das Muster zeigt einen Elektroniker, weil das eine der meistgesuchten Stellen im Handwerk ist. Für andere Berufe gilt derselbe Aufbau, nur die Schwerpunkte ändern sich. Was für Pflegedienste anders ist, steht unter Pflegekräfte finden.
Muster der Zusatzleistungen
Für dieselbe Musterstelle zeigen zwei weitere PDFs, was die Zusätze enthalten:
- Auswahlpaket (19 € netto): Telefon-Vorauswahl, Gesprächsleitfaden mit Fragen zu den Anforderungen, Bewertungsbogen, unzulässige Fragen, fünf Antwortvorlagen, Datenschutzinformation für Bewerber.
- Einarbeitungsplan (9 € netto): vor dem ersten Tag bis Monat 3, mit den Aufgaben aus der Anzeige und drei Feedbackgesprächen.
Für Ihre Stelle
Tragen Sie Ihre Stelle ein, Sie bekommen dieselbe Form mit Ihren Angaben, garantiert innerhalb von 60 Minuten.
Festpreis ab 49,00 € zuzüglich Umsatzsteuer.
