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Stellenanzeige auf AGG prüfen: kostenloser Schnell-Check

Fügen Sie den Text Ihrer Anzeige ein. Der Check sucht nach Formulierungen, die Gerichte als Indiz für eine Benachteiligung gewertet haben, und schlägt neutrale Alternativen vor. Er läuft nur in Ihrem Browser, der Text wird nicht gesendet und nicht gespeichert.

Stand: 3. Oktober 2026

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Festpreis ab 49,00 € zuzüglich Umsatzsteuer, fertig in etwa 20 Minuten

Schnell-Check

Was das Gesetz verlangt

§ 11 AGG verbietet, einen Arbeitsplatz unter Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot auszuschreiben. Geschützt sind nach § 1 AGG Rasse oder ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexuelle Identität. Das gilt auch für mittelbare Benachteiligungen: Formulierungen, die neutral klingen, aber eine Gruppe besonders treffen.

Formulierungen, die Gerichte beanstandet haben

Formulierung Problem besser Urteil
„junges, dynamisches Team“ Alter „unser Team“ BAG, 11.08.2016, 8 AZR 406/14
„Deutsch als Muttersprache“ ethnische Herkunft „sehr gute Deutschkenntnisse“ BAG, 29.06.2017, 8 AZR 402/15
„Digital Native“ Alter „sicher im Umgang mit digitalen Werkzeugen“ ArbG Heilbronn, 18.01.2024, 8 Ca 191/23
„(m/w)“ Geschlecht (divers fehlt) „(m/w/d)“ BVerfG, 10.10.2017, 1 BvR 2019/16

Daneben gibt es Formulierungen, die so offensichtlich ausschließen, dass sie selten vor Gericht landen: Altersgrenzen („bis 35 Jahre“), „nur Männer“, „keine Ausländer“, „ohne Kopftuch“, „kerngesund“. Auch ein verlangtes Bewerbungsfoto oder Geburtsdatum ist kein Verstoß an sich, kann aber im Streit als Indiz dienen.

Was erlaubt bleibt

Sachliche Anforderungen dürfen in die Anzeige: eine Ausbildung, Berufserfahrung in Jahren, ein Führerschein, das Deutschniveau, das die Arbeit braucht, Höhentauglichkeit, eine gültige Arbeitserlaubnis. „Auch für Berufseinsteiger“ und der Hinweis, dass schwerbehinderte Menschen bei gleicher Eignung bevorzugt werden, sind ebenfalls in Ordnung.

Die fertige Anzeige ohne diese Fehler

Wenn Sie die Anzeige bei uns erstellen lassen, läuft derselbe Katalog zweimal: über Ihre Stichpunkte, bevor das Sprachmodell sie sieht, und über jeden fertigen Satz. Was wir geändert haben, steht im Prüfprotokoll. Dafür geben wir eine Prüfgarantie: Jede gelieferte Anzeige trägt (m/w/d) im Titel, nennt keine Altersgrenze, verlangt weder Foto noch Geburtsdatum oder Familienstand und enthält keine Formulierung aus dem Katalog. Finden Sie trotzdem eine, erstellen wir neu und erstatten den Preis, zwölf Monate lang. Die Anzeige mit Karriereseite kostet 49 € netto: Stelle eintragen.

Mehr zur Schreibweise unter Stellenanzeige m/w/d, zu den Fragen im Gespräch unter Fragen im Vorstellungsgespräch.

Keine Rechtsberatung. Stand: 03.10.2026.

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Häufige Fragen

Was kann eine falsche Formulierung kosten?

Abgelehnte Bewerber können eine Entschädigung von bis zu drei Monatsgehältern verlangen, wenn sie auch bei benachteiligungsfreier Auswahl nicht eingestellt worden wären (§ 15 Abs. 2 AGG), sonst ohne feste Obergrenze. Für die Suche nach einem „Digital Native“ hat das ArbG Heilbronn 7.500 € zugesprochen (8 Ca 191/23). Die Anzeige reicht als Indiz, dann muss der Arbeitgeber beweisen, dass er nicht benachteiligt hat (§ 22 AGG). Der Anspruch muss innerhalb von zwei Monaten schriftlich geltend gemacht werden (§ 15 Abs. 4 AGG).

Was ist mit Bewerbern, die nur auf eine Entschädigung aus sind?

Wer sich nur bewirbt, um eine Entschädigung zu verlangen, handelt rechtsmissbräuchlich und bekommt nichts. Das muss aber der Arbeitgeber darlegen, und das ist schwer. Eine saubere Anzeige ist der einfachere Schutz.

Ersetzt der Check eine Rechtsberatung?

Nein. Er kennt eine feste Liste bekannter Formulierungen. Ausnahmen, etwa ein Geschlecht als echte berufliche Anforderung (§ 8 AGG) oder die Sonderregeln für Kirchen (§ 9 AGG), bewertet er nicht.