Die sieben Bausteine
| Baustein | Was hinein gehört | Typischer Fehler |
|---|---|---|
| 1. Titel | Berufsbezeichnung, die Bewerber suchen, mit (m/w/d), bei Teilzeit die Stunden | Fantasietitel wie „Elektro-Held“, den niemand sucht |
| 2. Eckdaten | Ort oder Einsatzgebiet, Arbeitszeit, Beginn, befristet oder nicht, Gehalt | Gehalt fehlt, Arbeitsort nur „Raum Hannover“ |
| 3. Betrieb in zwei Sätzen | was Sie machen, wie groß das Team ist, seit wann es Sie gibt | „Wir sind ein dynamisches, innovatives Unternehmen“ |
| 4. Aufgaben | vier bis sechs echte Tätigkeiten aus dem Alltag | lange Listen mit Nebensachen |
| 5. Anforderungen | was wirklich nötig ist, getrennt von „schön, aber kein Muss“ | Wunschzettel, der Quereinsteiger abschreckt |
| 6. Angebot | was Sie konkret bieten: Gehalt, Urlaub, Fahrzeug, Feierabend, Weiterbildung | „attraktive Vergütung“, „flache Hierarchien“ |
| 7. Bewerbungsweg | Anruf, WhatsApp oder E-Mail, Ansprechpartner mit Namen, Lebenslauf genügt | Anschreiben, Zeugnisse und Foto verlangt |
Titel: so, wie Bewerber suchen
Bewerber suchen nach Berufen, nicht nach Ihrer internen Bezeichnung. „Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik (m/w/d)“ wird gefunden, „Mitarbeiter Technik“ nicht. Bei Pflegeberufen gehört der Abschluss nach dem Pflegeberufegesetz in den Titel, bei Teilzeit die Stundenzahl. Das (m/w/d) schließt alle Geschlechter ein, mehr dazu unter Stellenanzeige m/w/d.
Gehalt: eine Spanne in Euro
„Attraktive Vergütung“ sagt nichts. Eine Spanne wie „19,00 € bis 23,50 € brutto pro Stunde“ beantwortet die erste Frage der meisten Bewerber. Google for Jobs zeigt ein angegebenes Gehalt direkt in der Trefferliste. Eine Pflicht gibt es heute noch nicht, die EU-Entgelttransparenzrichtlinie wird sie bringen, siehe Gehalt in der Stellenanzeige. Ein Gehalt unter dem Mindestlohn von 13,90 € (2026) darf nicht in der Anzeige stehen, weil es nicht gezahlt werden darf.
Anforderungen ehrlich trennen
Schreiben Sie nur auf, was die Arbeit wirklich verlangt, und trennen Sie davon, was schön wäre. Wer zehn Muss-Punkte aufzählt, bekommt keine Bewerbungen von Leuten, die acht davon erfüllen und in drei Monaten alles könnten. Sachliche Anforderungen wie „Führerschein Klasse B“ oder „Höhentauglichkeit“ sind erlaubt. Angaben zu Alter, Geschlecht, Herkunft oder Gesundheit nicht, auch nicht verpackt: „junges Team“ ist für das BAG ein Indiz für Altersdiskriminierung (8 AZR 406/14), „Digital Native“ hat einen Betrieb vor dem ArbG Heilbronn 7.500 € gekostet (8 Ca 191/23). Eine bestehende Anzeige prüfen Sie mit dem kostenlosen AGG-Check.
Der Bewerbungsweg entscheidet
Wer auf der Baustelle oder im Schichtdienst steht, schreibt abends kein Anschreiben. Bieten Sie einen Anruf, eine WhatsApp-Nachricht oder eine kurze E-Mail mit Lebenslauf an, nennen Sie einen Ansprechpartner mit Namen. Ein QR-Code auf dem Aushang führt direkt dorthin. Und antworten Sie innerhalb von zwei Tagen, sonst ruft die nächste Firma zuerst an.
Eine Anzeige reicht nicht für alle Kanäle
Die Jobbörse der Arbeitsagentur braucht den ausführlichen Text, Indeed ebenfalls, der WhatsApp-Status einen kurzen, Instagram ein Bild. Für Google for Jobs muss die Anzeige als eigene Seite auf Ihrer Website stehen, mit einem Datensatz im Quelltext. Wie die kostenlosen Wege zusammenspielen, steht unter Stellenanzeige kostenlos schalten.
Oder in zehn Minuten fertig
Wenn Sie die Anzeige nicht selbst formulieren möchten: Tragen Sie die Stelle in Stichpunkten ein. Das Programm baut daraus alle sieben Bausteine, setzt Titel, Gehalt und Daten nach festen Regeln, prüft den Text gegen unseren AGG-Katalog und liefert Anzeige, Karriereseite mit Google-Datensatz und Kopiertexte, garantiert innerhalb von 60 Minuten, für 49 € netto. Stelle eintragen. Wie das Ergebnis aussieht, zeigt die Muster-Stellenanzeige.
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Häufige Fragen
Wie lang sollte eine Stellenanzeige sein?
Eine Seite. Bewerber lesen Anzeigen meist auf dem Handy. Fünf Aufgaben, vier bis sechs Anforderungen und fünf bis acht Vorteile reichen. Alles Weitere klären Sie im Gespräch.
Du oder Sie in der Stellenanzeige?
So, wie Sie im Betrieb miteinander sprechen. Im Handwerk, in der Gastronomie und bei Azubis ist das Du verbreitet, in Praxen und in der Pflege oft das Sie. Wichtig ist, dass es durchgehend gleich bleibt.
Muss (m/w/d) im Titel stehen?
Eine gesetzliche Pflicht zu genau dieser Schreibweise gibt es nicht, die Anzeige muss aber alle Geschlechter ansprechen (§§ 1, 11 AGG). (m/w/d) ist der übliche Weg seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum dritten Geschlecht. Mehr dazu unter Stellenanzeige m/w/d.