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Mitarbeiter werben Mitarbeiter: so geht's im kleinen Betrieb

Die besten Leute kommen im Handwerk oft über Bekannte. Ein Empfehlungsprogramm macht daraus einen festen Weg: Wer jemanden mitbringt, der bleibt, bekommt eine Prämie. Dafür braucht es ein paar klare Regeln und einen Aushang, den alle sehen.

Stand: 3. Oktober 2026

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Die Spielregeln

  • Wann gibt es die Prämie? Wenn die empfohlene Person eingestellt wird und die Probezeit besteht. Ein Teil kann schon beim Arbeitsbeginn fließen.
  • Wer bekommt sie? Wer zuerst empfiehlt. Bewerbungen, die schon vorher im Betrieb waren, zählen nicht.
  • Wer ist ausgenommen? Wer selbst über Einstellungen entscheidet.
  • Bis wann gilt das Programm? Ein Datum macht es greifbar und lässt sich verlängern.
  • Wie wird abgerechnet? Über die normale Lohnabrechnung.

Die Vorlage

Im Stellenpaket liegt ein Aushang „Kennst du jemanden, der zu uns passt?“ mit der Stelle, Ihrer Prämie, dem Ansprechpartner und diesen Spielregeln zum Ausfüllen. Dazu ein kurzer Text für die Team-Gruppe im Messenger.

Damit Empfehlungen ankommen

Ihr Team braucht etwas, das es weiterleiten kann: die Karriereseite oder ein Bild für den WhatsApp-Status. Beides ist im Stellenpaket enthalten. Wer eine Stelle teilt, sollte wissen, was drinsteht, auch das Gehalt.

Warum Empfehlungen ausbleiben

Viele Betriebe hängen den Aushang auf und wundern sich, dass nichts passiert. Meist hat das einfache Gründe. Das Team weiß nicht genau, welche Stelle offen ist und was sie bietet. Die Prämie ist irgendwann einmal in einer Besprechung erwähnt worden und seitdem vergessen. Oder die Leute haben Sorge, sich zu blamieren, wenn der empfohlene Bekannte nicht passt.

Ein kurzer Hinweis in jeder Teambesprechung hält die Stelle im Gespräch, solange sie offen ist. Der Aushang gehört dorthin, wo alle vorbeikommen, in den Pausenraum oder ans Schlüsselbrett für die Fahrzeuge. Und gegen die Sorge, sich zu blamieren, hilft ein Satz in den Spielregeln: „Wer empfiehlt, muss nichts versprechen. Ob es passt, klären wir im Gespräch.“

Mit Einverständnis der empfohlenen Person

Bitten Sie Ihr Team, nicht einfach Namen und Telefonnummern von Bekannten weiterzugeben. Besser ist es, wenn die Mitarbeiterin der Person die Karriereseite schickt und diese sich selbst meldet, mit einem Hinweis, wer sie geschickt hat. Dann ist klar, dass sie Interesse hat, und Sie müssen niemanden anrufen, der von nichts weiß. Für die Prämie notieren Sie bei der Bewerbung, wer empfohlen hat.

Empfehlungen und Gleichbehandlung

Wer nur über Empfehlungen einstellt, bekommt mit der Zeit ein Team, in dem alle aus demselben Umfeld kommen. Das ist nicht verboten, aber die Stelle sollte trotzdem auch öffentlich ausgeschrieben sein, etwa in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Für alle Bewerbungen gelten dieselben Maßstäbe, ob empfohlen oder nicht. Eine Anzeige ohne benachteiligende Wörter hilft dabei, prüfen können Sie sie mit dem AGG-Check. Weitere kostenlose Wege stehen unter Mitarbeiter finden ohne Agentur.

Auch für Azubis

Empfehlungen funktionieren bei Ausbildungsplätzen besonders gut, weil Kinder, Nichten und Nachbarskinder des Teams oft gerade eine Lehrstelle suchen. Manche Betriebe zahlen dafür eine kleinere Prämie nach dem ersten Ausbildungsjahr. Was in die Anzeige für einen Ausbildungsplatz gehört, steht unter Azubis finden.

Gibt es in Ihrem Betrieb einen Betriebsrat, sprechen Sie das Programm vorher mit ihm ab. Regeln über Prämien gehören zu den Fragen der Entlohnung, bei denen er mitbestimmt.

Den Aushang mit Ihrer Prämie, den Text für die Team-Gruppe, Bilder für den Status und die Anzeige selbst bekommen Sie im Stellenpaket für 89 € netto, garantiert innerhalb von 60 Minuten. Stellenpaket wählen

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Häufige Fragen

Ist die Prämie steuerfrei?

Nein. Eine Prämie für die Empfehlung neuer Kollegen ist Arbeitslohn und wird mit der Lohnabrechnung versteuert und verbeitragt. Klären Sie Einzelheiten mit Ihrem Lohnbüro oder Steuerbüro.

Wie hoch sollte die Prämie sein?

Das entscheidet der Betrieb. Üblich sind Beträge, die spürbar sind, aber unter dem liegen, was eine bezahlte Anzeige oder ein Vermittler kosten würde. Viele zahlen in zwei Teilen: einen beim Arbeitsbeginn, den Rest nach der Probezeit.

Darf ich nur Empfehlungen bestimmter Leute annehmen?

Nein. Auch über Empfehlungen gilt das Gleichbehandlungsgesetz. Die Prämie hängt an der Einstellung, nicht an Alter, Herkunft oder Geschlecht der empfohlenen Person.